Konsiliardienst für dementielle Erkrankungen

Einleitende Hintergrundinformationen

Die adäquate medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen stellt gerade für Krankenhäuser der Regelversorgung eine erhebliche Herausforderung dar. Dies liegt insbesondere daran, dass diese Krankenhäuser oft nicht über Fachabteilungen verfügen, welche typischerweise die Versorgung von Demenzkranken übernehmen. Wir planen daher die Einrichtung eines zentralen Konsiliardienstes zur Mitbetreuung von Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind und in Krankenhäusern der Regelversorgung im Einzugsbereich der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) stationär behandelt werden.

Was wird angeboten (Konzept)?

Kernstück des Projekts ist eine aufsuchende konsiliarisch-gerontopsychiatrische Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen inkl. deliranten Syndromen in Krankenhäusern im Einzugsbereich der UMG. Weitere Säulen unseres Konzepts stellen eine telemedizinische Beratung der Behandlungsteams in Krankenhäusern der Regelversorgung sowie die Etablierung eines strukturierten Fortbildungscurriculums dar.

Wie kann man unseren Konsiliardienst anfordern?

Der Konsiliardienst wird ab Anfang 2020 verfügbar sein. Bei Interesse an einer Kooperation können schon jetzt Anfragen gerichtet werden an Oberarzt PD Dr. Dr. Björn Schott, email: bjoernhendrik.schott@med.uni-goettingen.de.

Forschung

Auch wenn das Vorhaben unmittelbar im Bereich der klinischen Versorgung angesiedelt ist, soll es angesichts seines Modellcharakters von einem wissenschaftlichen Kooperationsprojekt der Forschungsgruppen Advance Care Planning und Lernen und Gedächtnisforschung in der Psychiatrie begleitet werden: Im Mittelpunkt dieses Projekts stehen die Erfassung des Bedarfs der Versorgung mit einem Konsiliardienst für dementielle Erkrankungen, die Charakterisierung der typischen Probleme bei der Versorgung von dementiellen und deliranten Patienten/innen in kleineren Krankenhäusern sowie der Kompetenzen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Das Projekt wird finanziert durch eine Förderung des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familien.

 

Ansprechpartner

Leitung

Radenbach
Dr. Katrin Radenbach
Oberärztin
E-Mail:
katrin.radenbach@med.uni-goettingen.de
PubMed:
Publikationen (PubMed)
  • Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Zusatzqualifikation Palliativmedizin (ÄKN)
  • Zertifikate Gerontopsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik (DGPPN, DGGPP)
Schott
Priv.-Doz. Dr. Björn Schott
Oberarzt
E-Mail:
bjoernhendrik.schott@med.uni-goettingen.de
PubMed:
Publikationen (Google Scholar)

Externe Zuordnung

  • Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg, AG Imaging Genetics
  • DZNE Göttingen, FG Kognitive Gerontopsychiatrie

Mitarbeiter/innen

leer
Jan Tobias Knipper
E-Mail:
tobias.knipper@med.uni-goettingen.de
Timäus
Dr. Charles-Arnold Timäus
Telefon:
0551-39-65637
E-Mail:
charles.timaeus@med.uni-goettingen.de
  • Facharzt für Neurologie
  • EEG-Zertifikat der DGKN

leer
Carmen Beskow
Pflegefachkraft

Projektkoordination

leer
Alexander Kratzenberg, M. Sc.
E-Mail:
alexander.kratzenberg@med.uni-goettingen.de