Traumapsychotherapie

In unserer Ambulanz für Traumafolgestörungen bieten wir eine mehrstufige, primär verhaltenstherapeutisch ausgerichtete, aber mit Elementen anderer Therapieschulen (bspw. Schematherapie, Dialektisch behaviorale Therapie (DBT)) angereicherte, also integrative, Traumapsychotherapie (Schmidt and Gall-Kleebach, 2010) an. Kernelement dieser Traumapsychotherapie ist die Expositionsphase während der, in kleinen Schritten, Details der traumatischen Erlebnisse inklusive der damit verbundenen Gefühlsqualitäten berichtet und gemeinsam mit den Therapeuten/innen so oft wiederholt und im Verlauf auch reflektiert werden, bis sich die die quälenden unwillkürlich auftretenden teils zu dissoziativen Symptomen, also einer Entrückung führenden, Nachhallerinnerungen (Flashbacks und Intrusionen) zurückgebildet haben. Bei interpersonell, also durch andere Menschen, traumatisierten Patienten/innen ist oft erst nach Benennung und Bearbeitung der konkreten Erinnerungen an das Trauma eine Diskussion ambivalenter Gefühle gegenüber den Tätern und damit auch eine Besserung von Stimmungsschwankungen und oft zusätzlich auftretendem selbstverletzenden Verhalten möglich.

Zahlreiche Betroffenen schrecken jedoch vor diesem hochwirksamen Therapiebaustein zurück, da die Angst, sich diesen Erinnerungen zu widmen krankheitsbedingt sehr ausgeprägt ist. Um dieser Angst entgegenzuwirken und den Patienten/innen die Kontrolle ihrer Trauma-bezogenen Gefühle und Gedanken zu erleichtern, werden in der Stabilisierungsphase der Therapie zunächst entsprechende Techniken erlernt. Zudem passen wir die Geschwindigkeit und Intensität der Expositionsbehandlung den Bedürfnissen und Wünschen unserer Patienten/innen an. Außerdem führen wir den Beginn der Expositionstherapie in einigen Fällen auch während einer stationären Behandlung in unserer Klinik durch.