Psychotherapie

Welche Art der Behandlung wird angeboten?

Im multimodalen Behandlungskonzept der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist neben der pharmakologischen Therapie ebenso die psychotherapeutische Behandlung ein elementarer Bestandteil des Behandlungsangebots.

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des psychologischen Diensts sind fachlich hochqualifiziert (Psychologische Psychotherapeuten, Psychologen/innen mit Master- oder Diplomabschluss in Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten, spezielle Expertisen, u.a. in Klinischer Neuropsychologie (GNP), Sexualtherapie (DGfS) etc.) und können für das gesamte akutpsychiatrische Störungsspektrum – wenn im Behandlungsverlauf indiziert – psychologisch-psychotherapeutische Unterstützung bieten.

Die psychologisch-psychotherapeutische Versorgung einzelner Patienten umfasst dabei:

Die psychotherapeutische Versorgung wird ergänzt durch Kolleginnen und Kollegen aus dem ärztlichen Dienst (Ärztliche Psychotherapeuten, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Assistenzärzte in der Facharztweiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie).

Für wen ist das Behandlungsangebot geeignet (Zielgruppe)?

Das psychologisch-psychotherapeutische Behandlungsangebot richtet sich prinzipiell an alle Patienten, bei denen eine zusätzliche psychologisch-psychotherapeutische Mitversorgung indiziert ist und kann dadurch – je nach Krankheitsbild – gleich zu Beginn oder in anderen Fällen auch erst im weiteren Verlauf eingeplant werden. Insgesamt wird Ihre gesamte Behandlung an Ihren Krankheitsverlauf individuell angepasst.

Wie läuft die Behandlung ab (Therapiekonzept)?

Im stationären/teilstationären Rahmen erhalten Sie einzel- als auch gruppentherapeutische Angebote aus dem Methodenspektrum der Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie. Einzelsitzungen umfassen eine Dauer von 50min/Woche, können aber auch – je nach aktuellem Zustand und Verlauf – auf mehrere Termine/Woche aufgeteilt werden. Therapiegruppen finden i.d.R. mindestens 1-2x wöchentlich statt, sind zum Teil störungsspezifisch organisiert (z.B. interpersonelle Gruppentherapie bei Depression, Psychosegruppe), werden zum Teil aber auch störungsübergreifend zu grundlegenden Themen und Techniken durchgeführt (Psychoedukation zu Störungsmodellen, zur Schlafhygiene, Stressbewältigung, Problemlösetraining, metakognitives Training, Entspannungsverfahren, Achtsamkeitstraining, Genusstraining, Training sozialer Kompetenzen, dialektisch-behaviorale Therapiegruppe, kognitive Techniken u.ä.).

Die ambulante, niedrigschwellige, psychotherapeutische Behandlung in der Hochschulambulanz (HSA) oder Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) mit ihren Spezialambulanzen erfolgt symptom- und problemorientiert. Diese unterstützen Sie, Krankheitssymptome sowie psychisch bedingte Beeinträchtigungen im Alltag zu reduzieren, ein besseres Symptommanagement und damit eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Zudem helfen wir dabei, Rückfälle und erneute Krankheitsphasen zu vermeiden oder akuten Krisen entgegen zu wirken, z.B. auch im Anschluss an einen stationären oder teilstationären Aufenthalt in unserer Klinik. Auch eine Überbrückungsbehandlung bis zur Aufnahme einer ambulanten Psychotherapieplatz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten ist möglich. Die Behandlung erfolgt in Einzelsitzungen i.d.R. mit einer Dauer von 30 Minuten in Abständen von 3-4 Wochen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Teilnahme an einer unserer störungsspezifischen oder themenbezogenen Gruppentherapien. Eine Übersicht über das aktuelle Gruppenangebot finden Sie hier.

Wie kann man sich anmelden?

Die psychologisch-psychotherapeutische Versorgung erfolgt im stationären Rahmen über das multimodale Behandlungskonzept und somit erfolgt die Terminplanung für alle Behandlungsangebote während eines stationären Aufenthalts durch das Stationsteam. Eine stationäre Aufnahme wird über das zentrale Belegungsmanagement unserer Klinik organisiert (Sprechzeiten: Mo-Do 8.00-15.00 Uhr, Fr 8.00-12.00 Uhr, Tel: 0551-39 63999, email: belegungsmanagement.psychiatrie@med.uni-goettingen.de) oder – außerhalb der Sprechzeiten – über den diensthabenden Arzt im Notdienst.

Ambulante Termine in der Psychiatrischen Instituts (PIA)- oder Hochschulambulanz (HSA) erhalten Sie über die ambulante Terminvergabe (Tel: 0551-39 4777).

Über das aktuelle Gruppenangebot können Sie sich bei Ihrem/r Behandler/in auf Station, in der PIA, über das PIA-Sekretariat, unsere ambulante Terminvergabe oder unsere Homepage informieren und bei Interesse gern den genannten Ansprechpartner kontaktieren.

Sonstiges

Frau Dr. Claudia Bartels ist die Koordinatorin des Projekts für frühe Informationen und Hilfen bei Demenz (FIDEM) Göttingen.

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