Elektrokonvulsionstherapie (EKT)

Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist das wirksamste Therapieverfahren zur Behandlung schwerer und therapieresistenter depressiver Erkrankungen. Sie beruht darauf, dass in Narkose und unter Muskelentspannung durch eine kurze elektrische Stimulation ein zerebraler Anfall ausgelöst wird. Obwohl der genaue Wirkmechanismus noch nicht exakt geklärt ist, weisen neue Befunde z.B. auf eine Normalisierung des Zusammenspiels verschiedener Hirnregionen hin, das zuvor durch die Erkrankung verändert war.

Die Wirksamkeit der EKT ist durch Studien gut belegt. Zugleich ist sie ein sehr sicheres Behandlungsverfahren, das auch und gerade bei älteren Patienten gut zum Einsatz kommen kann.

Für die Auswahl der Patienten sind maßgeblich: die Diagnose, die Schwere der Symptome, die Behandlungsvorgeschichte sowie die Abwägung zwischen Nutzen und Risiken unter Berücksichtigung anderer Behandlungsoptionen. Dabei wird bei gegebener Indikation auch der Wunsch des Patienten berücksichtigt. Oft wird die EKT auch eingesetzt, wenn Behandlungen mit Medikamenten und Psychotherapie keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.

Die EKT ist grundsätzlich dann angebracht (indiziert), wenn

Bei folgenden psychiatrischen Erkrankungen ist die EKT die Therapie der ersten Wahl:

Weitere Anwendungsgebiete der EKT sind z.B.:

Nebenwirkungen der EKT treten vor allem in Form von Kopfschmerzen und kurzfristigen Gedächtnisstörungen auf. Vielfältige Untersuchungen mit unterschiedlichen Methoden konnten zeigen, dass es durch die Behandlung nicht zu einer Schädigung von Nervengewebe kommt.

Für weitergehende Informationen verweisen wir auf die entsprechende Informationsbroschüre unserer Fachgesellschaft: https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/ee634bcd0d5f404d6eb5817a7a69902f8254060a/2017-01-05_EKT_Broschuere.pdf

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

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