Ambulanz für Transkulturelle Psychiatrie

Ausgangssituation

In den letzten Jahren gibt es eine zunehmende Anzahl von Menschen, die aufgrund unterschiedlicher Gründe (inner- und außerstaatliche Konflikte, wirtschaftliche Missstände oder soziale Gründe) in Deutschland Schutz und Hilfe suchen und aufgrund ihrer persönlichen Geschichte von Migration, Traumatisierung und Verlust des sozialen und kulturellen Umfelds einer vermehrten psychosozialen Belastungssituation ausgesetzt sind. Menschen mit Migrationshintergrund bzw. Geflüchtete Menschen sind durch die oben genannten psychosozialen Belastungsfaktoren für das Entstehen psychischer Erkrankungen besonders gefährdet, so dass hier ein zunehmender Bedarf an einer spezifischen psychosozialen Grundversorgung besteht.  Bei der psychosozialen Grundversorgung dieser Menschen spielen Aspekte des kulturellen Hintergrunds, der traditionellen Werte, der persönlichen Erwartungen sowie der sozialen Lebensweisen eine große Rolle.

Zielgruppe

Die Ambulanz für Transkulturelle Psychiatrie widmet sich der psychosozialen Grundversorgung von Patienten mit Migrationshintergrund, die nicht über ausreichende Deutsch- oder Sprachkenntnisse verfügen.

Muttersprachliche Angebote gibt es für folgende Sprachen: Persisch, Tadschikisch/Dari (sofern der Dialekt dem hochpersischen ähnlich ist)

Diagnostik und Behandlungsangebote

Es erfolgt hierbei die Diagnostik und Abklärung psychiatrischer Erkrankungen bzw. Störungen, hier unter anderem:

Hierbei erfolgt in einem ausführlichen Erstgespräch die Diagnostik bzw. die Abklärung der bei den Patienten vorliegenden psychischen Beschwerden. Dabei erfolgt die Exploration mittels eines Dolmetschers, den die Patienten selbst mitbringen müssen. Nach einer organischen Basisdiagnostik mittels EKG- und Laboruntersuchung (fakultativ EEG sowie ggf. die Empfehlung der Durchführung einer ambulanten cMRT-Untersuchung) erfolgt die Aufklärung des Patienten über die bei Ihnen ggf. vorliegende Grunderkrankung sowie den Therapiemöglichkeiten. Im Falle einer bestehenden Indikation erfolgt nach Einverständnis des Patienten ggf. eine psychopharmakologische Behandlung. Es erfolgen dann ambulante Wiedervorstellungen zu Verlaufsuntersuchungen bzw. eine ambulante Anbindung in unserer Ambulanz.

Anmeldung/Terminvereinbarung

Montag - Donnerstag 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 08.00 – 14.00 Uhr
Tel. 0551/39-4777
oder: persönlich im Büro der zentralen Terminvergabe in der Psychiatrischen Klinik, Von-Siebold-Str. 5

Bitte bringen Sie zum ersten Termin mit:

So finden Sie uns

Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ambulanz für Transkulturelle Psychiatrie an der Psychiatrischen Institutsambulanz, Von-Siebold-Straße 5, 37075 Göttingen
Eine Wegbeschreibung finden Sie unter: Anfahrt und Lage

 

Ansprechpartner

Wer führt die Untersuchungen in der Ambulanz durch?

Begemann
Privatdozent Dr. med. Martin Begemann
Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
Mobil:
0151/72710792
E-Mail:
begemann@em.mpg.de

Psychiatrische Klinik der UMG und Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin

Seidel
Jan Seidel
Diplom-Psychologe

Autismusdiagnostik und Studiendurchführung
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin